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Kreatives Schreiben – einfach machen!

Hier in Glasgow findet derzeit das jährliche AyaWrite Festival statt. Im Rahmen dieses Festivals kann man Veranstaltungen besuchen, bei denen schottische Autoren ihre Bücher, ihre Schreibgewohnheiten und/oder die Quellen ihrer Inspiration vorstellen. Zusätzlich gibt es Workshops zum Kreativen Schreiben. Und so einen Workshop habe ich besucht. Der Tutor war David Petticrew, Autor und Lektor seit 2003.

Erst frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht, zu einer Veranstaltung auf Englisch zu gehen. Ich schreibe ja nunmal in meiner Muttersprache Deutsch. Auf der anderen Seite dachte ich mir, es ist egal, in welcher Sprache man schreibt, die Techniken und Werkzeuge sind doch dieselben.

 

Also suchte ich mich durch die Gänge der Mitchell Library zum Veranstaltungsraum, um einen Haufen Gleichgesinnter anzustreffen, unter anderem folgende reizende, junge Dame: www.evallone.com (Bitte folgen, sonst ärgert ihr Euch, wenn sie in Zukunft einen schottischen Bestseller raushaut und Ihr ihren Weg hättet mitverfolgen können:-). Als David begann zu sprechen, war ich erleichtert, dass ich ihn trotz des schottischen Dialekts sehr gut verstehen konnte. Das ist hier nicht immer selbstverständlich ...

20 Prozent ist Schreiben, 80 Prozent Überarbeiten

Ich konnte einiges vom Kurs mitnehmen. Vor allem konnte ich sehen, woran ich bisher gescheitert war:


Erstmal runterschreiben! Überarbeiten, verbessern, verändern kann man hinterher. Selbst wenn man fühlt, dass es in die falsche Richtung geht. Weiterschreiben!
Ansonsten kommt man aus der Nummer nicht mehr raus. Beginnt man die Überarbeitung während des Schreibens, führt es nur zu der Erfahrung, dass man eine Menge Zeit in ein bisschen Text investiert hat. Und das frustriert am Ende so sehr, dass man es ganz bleiben lässt.


Ich habe gelernt, dass Kreatives Schreiben 20 Prozent Schreiben an sich und 80 Prozent Überarbeiten ist.


Fazit: Den Perfektionismus erst mal beiseite legen und wie so oft im Leben dem Prinzip folgen „EINFACH MACHEN!“