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Culzean Castle

Ich kann meine deutsche Herkunft nicht verleugnen. Zumindest nicht phonetisch. Als ich dieses Wochenende vorschlug, einen Ausflug zu machen, klang das etwas so: „Let´s drive to Kull-tse-an Castle!“ Verständnislose Blicke von meinem Gegenüber und schließlich ein Aha-Erlebnis und etwas das klang wie: „Callien“ mit einer melodischen Andeutung eines gehauchten Diphthongs im Gegensatz zu den brachialen Silbengrenzen meines rheinischen Zungenschlags.

Dank Google Maps waren wir uns schnell einig, dass man vom selben Ausflugsziel sprach, und schon saßen wir im Auto und fuhren von Glasgow aus etwa 78 km südlich die Westküste entlang.

Culzean Castle and Country Park ist tagesfüllend. Statt eines kleinen Vorgartens sollte man ein Gelände in der Größe des Saarlandes erwarten, dann hat man etwa eine Idee, wovon wir hier reden.

 

Ehemals als Wehrburg im 16. Jahrhundert erbaut, liegt das Schloss in einer beeindruckendes Szenerie direkt am Meer. Ich möchte jetzt nicht wie ein Banause klingen, aber im Schloss selbst erwarten einen die üblichen Stehrümchen, die man in so einem Schloss erwartet: jede Menge Waffen, Teppiche wie Wimmelbilder und das alte Silberbesteck von Omma.

Die interessanteren Dinge entdeckt man, wie ich ja finde, eher um das Castle herum. Da gibt es eine See mit hauseigenen Schwänen, eine Pagode, ein altes Gashaus, eine Mühle, einen Wildpark und einen Laden für Second Hand-Bücher. Ein Café und einen Souvenirshop gibt es natürlich auch.

 

Culzean ist eines der Sehenswürdigkeiten des National Trust for Scotland

 

Und weil man selbst als altertümliches Castle heutzutage mit der Zeit geht, findet man Culzean auch auf